
Industriestrompreis 2026
Prüfen Sie jetzt, ob Ihr Unternehmen bis zu 50% Stromkosten sparen kann
Powered by
Vertraut von führenden Industrieunternehmen
EU-Genehmigung bestätigt
NEU: Januar 2026Bundeskanzler Friedrich Merz hat am 14. Januar 2026 bestätigt, dass die EU-Kommission den Industriestrompreis, die erweiterte Strompreiskompensation (SPK) und die Kraftwerksstrategie weitgehend genehmigt hat. Die formale schriftliche Genehmigung wird in Kürze erwartet.
Was ist der Industriestrompreis?
Stand: Januar 2026Die Bundesregierung hat den Industriestrompreis ab dem 1. Januar 2026 eingeführt, um die Wettbewerbsfähigkeit energieintensiver Unternehmen in Deutschland zu sichern. Das Programm senkt den Strompreis für berechtigte Unternehmen auf ein Niveau von etwa 5 Cent pro Kilowattstunde. Die EU hat das Programm Mitte Januar 2026 weitgehend genehmigt.
Wichtig für Ihre Cash-Flow-Planung
Stand heute gehen wir davon aus, dass vor 2027 keine Fördergelder ausgezahlt werden. Das Programm wird rückwirkend (ex-post) beantragt – die Antragsfrist für das Förderjahr 2026 wird voraussichtlich erst Mitte 2027 enden.

Energieintensive Industrien sichern Arbeitsplätze und Wertschöpfung

Wettbewerbsfähige Strompreise für die deutsche Industrie
Das hat sich im Januar 2026 geändert
EU-Genehmigung bestätigt
Kanzler Merz verkündete am 14. Januar 2026, dass die EU-Kommission den Industriestrompreis, die SPK und die Kraftwerksstrategie weitgehend genehmigt hat.
Kombinierbarkeit ISP + SPK
Industriestrompreis und Strompreiskompensation können kombiniert werden - aber NICHT für dieselbe Strommenge. Für unterschiedliche Anteile des Stromverbrauchs ist eine Kombination möglich.
Budget korrigiert: 3,1 Mrd. Euro
Das Programmbudget für den Industriestrompreis beträgt ca. 3,1 Mrd. Euro (2026-2028). Die oft genannten 10 Mrd. Euro beziehen sich auf alle Energieentlastungsmaßnahmen zusammen.
KUEBLL-Sektoren: 92 (Liste 1)
Die offizielle KUEBLL-Liste umfasst 92 Sektoren in Liste 1 (Hauptförderung) und 121 Sektoren insgesamt (Liste 1 + Liste 2) gemäß Anlage 2 EnFG.
Aktuelle Strompreise (Jan. 2026)
SMARD (Dez. 2025): 10,3 ct/kWh (mit Rabatten), 16,6 ct/kWh (ohne). BDEW: 16,0 ct/kWh für KMU. Preise sinken leicht, aber noch weit über dem 5 ct/kWh-Ziel.
Erweiterte SPK-Richtlinien
Neue Sektoren hinzugefügt (Batterieherstellung, Chemiefasern, u.a.). Förderintensität auf 80% erhöht (vorher 75%). 50% Reinvestitionspflicht in Dekarbonisierung.
Was fehlt noch immer?
- - BAFA-Antragsverfahren: Keine Formulare, keine Richtlinien, kein Online-Portal
- - Finale Förderrichtlinie noch nicht veröffentlicht
- - Formale schriftliche EU-Genehmigung noch ausstehend (nur mündliche Ankündigungen)
Wichtigste Eckdaten auf einen Blick
Überblick
Hintergrund und Kontext
Seit Jahren klagen deutsche Industrieunternehmen über im internationalen Vergleich hohe Energiepreise, die ihre Wettbewerbsfähigkeit erheblich belasten. Die Energiekrise hat diesen Druck weiter verschärft und Sorgen vor einer Deindustrialisierung und der Abwanderung von Produktionsstätten geschürt.
Rechtsgrundlage
EU "Clean Industrial Deal State Aid Framework" (CISAF)
Am 25. Juni 2025 hat die EU-Kommission den CISAF-Rahmen verabschiedet. Dieser ist bis Ende 2030 gültig und erlaubt es den Mitgliedstaaten, unter bestimmten Voraussetzungen staatliche Beihilfen zur Senkung der Strompreise für energieintensive Industrien zu gewähren.

Förderumfang
Berechnungsbeispiel
Viele Details zur Berechnung sind noch nicht final. Dieses Beispiel basiert auf unserer aktuellen Interpretation und kann sich ändern.
- • Jährlicher Stromverbrauch: 200 GWh
- • Durchschnittlicher Großhandelspreis: 12 ct/kWh
- • Förderfähiger Verbrauch: 50% = 100 GWh
- • Maximale Preissenkung: 50% = 6 ct/kWh
- → Mögliche Beihilfe: ca. 6.000.000 €
Internationaler Vergleich
| Land | Industriestrompreis | Programmdauer |
|---|---|---|
| Deutschland (ohne Subvention, Jan. 2026) | 10,3-16,6 ct/kWh | - |
| Deutschland (mit Industriestrompreis) | ~5 ct/kWh | 3 Jahre |
| USA | ~3 US-Cent/kWh | 20 Jahre (IRA) |
| Frankreich | Ähnliche Subvention | Endet Ende 2025 |
Der deutsche Industriestrompreis liegt über dem US-Niveau und bietet deutlich kürzere Planungssicherheit (3 vs. 20 Jahre).
Finanzierung und Kosten
Wer trägt die Kosten?
- Programmbudget ISP: ca. 3,1 Milliarden Euro für 2026-2028 (Quelle: Gleiss Lutz). Die oft genannten 10 Mrd. € beziehen sich auf alle Energieentlastungsmaßnahmen zusammen.
- Finanzierungsquelle: Klima- und Transformationsfonds (KTF)
- KTF-Einnahmen: CO₂-Bepreisung
Kritische Analyse: Alle Unternehmen, die CO₂-Preise zahlen, finanzieren die Subventionen für die ca. 2.000 begünstigten Firmen indirekt mit. Der DIHK warnt, dass der Industriestrompreis zu höheren Stromkosten für andere Unternehmen führen könnte.
Finanzierungskomponenten
Zuschuss zu Netzentgelten
Für das Jahr 2026: 6,5 Milliarden Euro aus dem KTF zur Subventionierung der Übertragungsnetzentgelte. Dies entlastet alle Stromverbraucher, einschließlich der Industrie.
Stromsteuersenkung
Die Stromsteuer für das produzierende Gewerbe wird dauerhaft auf das europäische Minimum gesenkt. Jährliche Kosten: ca. 3 Milliarden Euro.
Retroaktive Finanzierung
Die direkten Zuschüsse für den Industriestrompreis sollen aus Haushaltsmitteln des Jahres 2027 rückwirkend für 2026 finanziert werden.
Zeitplan
Was bedeutet das für Ihre Planung?
Das rückwirkende Antragsverfahren bedeutet: Unternehmen müssen 2026 ihre Stromkosten vollständig selbst tragen und erhalten die Förderung erst nach Antragstellung und Prüfung im Jahr 2027 zurück. Nutzen Sie die Zeit bis dahin für Effizienzmaßnahmen – diese senken sofort Ihre Kosten und erfüllen gleichzeitig die Reinvestitionspflicht.
Webinar: Industriestrompreis erklärt
Wichtiger Hinweis
Die EU-Genehmigung des Industriestrompreises wurde am 14. Januar 2026 von Kanzler Merz bestätigt. Viele wichtige Umsetzungsdetails sind jedoch noch offen: Die finale Förderrichtlinie, das BAFA-Antragsportal und die genauen Antragsmodalitäten werden voraussichtlich bis Mitte 2026 veröffentlicht.